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Nur der Boß aller deutschen Fußballer ist er noch nicht. Und wird es auch nicht werden wenn am Sonntag der neue Präsident des deutschen Fußball-Bundes gekürt wird. Warum eigentlich nicht? Beckenbauer brauche bloß mit dem Finger zu schnippen, dann werde er gewählt, wird zwar kolportiert, vor allem von jenen Medienunternehmen, die ihn bezahlen. Doch die Wahrheit sieht anders aus: An der Basis, im Niemandsland der Aschenplätze und ehrenamtlichen Vereinsmeierei, ist der Chef der profitgierigen Bayern nicht gut gelitten. Die da unten akzeptierten schon den Vizepräsidenten Beckenbauer nur, weil der amtierende Boß Egidius Braun darauf bestand. Würde Beckenbauer sich in Magdeburg dem Fußball-Bundestag zur Wahl stellen, bekäme er kaum 20 Prozent der Stimmen, vermutet einer aus der Führungsetage des DFB. | DIE ZEIT

    Dr. Christof Siemes in "Ich, Franz, Kaiser und Hofnarr" im April 2001 über Franz Beckenbauer.

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