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Devot wird über jede seiner Kapriolen gelacht, doch in eigener Sache versteht Beckenbauer keinen Spaß. Das hat der Dortmunder Satiriker Fritz Ekenga eindrucksvoll erfahren. Nach dem Finale der Champions League 1997 - Dortmund gewann ausgerechnet in München gegen Turin - durfte er bei RTL drei Minuten Ruhrpott-Gefühle loswerden. Dabei konnte er sich den Hinweis nicht verkneifen, daß dank seiner Borussia nun auch in München Fußball auf internationalem Niveau gespielt werde. Beckenbauer, als Comoderator im Studio, keifte wie der letzte Bolzplatzprimitive; nun weiß man, daß auch Wörter aus der Pißrinne des Stadions zu seinem aktiven Wortschatz gehören. "Er wurde mir peinlich", sagt Ekenga, der nicht den Weltmann, sondern die Fratze des Aufsteigers aus dem Kleinbürgertum zu sehen bekam. | DIE ZEIT

    Dr. Christof Siemes in "Ich, Franz, Kaiser und Hofnarr" im April 2001 über Franz Beckenbauer.

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