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Gefangen im WM-Land Katar

Zahir Belounis exklusiv im INSIDE REPORT zu Gast

Gefangen im WM-Land Katar

Was für den französischen Fußballprofi Zahir Belounis 2007 als Traum von 1001 Nacht begann, verwandelte sich 2011 innerhalb von 20 Sekunden in einen Albtraum

Der französische Fußballprofi wurde unverschuldet Opfer des vieldiskutierten Kafala-Systems und saß eineinhalb Jahre in Katar fest - Am Freitag tritt er bei Sky Sport News HD erstmals live im deutschen Fernsehen auf und spricht über seine Erfahrungen

Im Jahr 2007 wechselte der Angreifer nach einigen Spielzeiten in Frankreich und der Schweiz zum katarischen Zweitligisten El Jaish Club. Er spielte für den Verein im Mittelfeld, man verlängerte seinen Vertrag bis 2015 und seine Familie folgte ihm in den Wüstenstaat, wie er selbst sagt, „es war wunderschön“. Er spielte gut, der Verein schaffte 2011 den Aufstieg in die Qatar Stars League – und brauchte ihn plötzlich nicht mehr: „OK. Das war’s für dich. Ende.“ Daraufhin verweigerte der Verein die volle Auszahlung seines Gehalts. Belounis zog vor Gericht und machte sich damit bei seinem Arbeitgeber keine Freunde – im jüngst vielfach diskutierten Kafala-System eine gefährliche Entwicklung. Der Club, der dem Franzosen zu diesem Zeitpunkt bereits gar kein Gehalt mehr zahlte, verweigerte ihm die Ausreise und behielt seinen Pass ein. Belounis war damit im WM-Gastgeberland von 2022 gefangen. Die FIFA, die UEFA und der französische Staat konnten oder wollten nichts für ihn tun.

Eineinhalb Jahre war der mittlerweile 33 Jahre alte Franzose Gefangener des katarischen Kafala-Systems, bis schließlich Ende November diesen Jahres Diplomaten die Ausreise ermöglichten. Eine Zeit, die Zahir Belounis Familie und Karriere zerstörte und ihn an den Rand des Selbstmords trieb. Am Freitag erzählt der Fußballprofi bei Sky Sport News HD seine Geschichte erstmals live im deutschen Fernsehen. Im INSIDE REPORT ist außerdem der deutsche Fernsehreporter Peter Giesel zu Gast. Giesel war im Oktober bei Recherchen zum Gastarbeiter-Skandal auf den WM-Baustellen in Katar verhaftet worden.

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